
Bei Joro mietet ihr nur das Kostüm. Die Person darin stellt ihr selbst, zum Beispiel jemand aus dem Elternbeirat, dem Verein oder eurem Team. Das klingt nach einer großen Aufgabe, ist aber gut zu schaffen. Ihr müsst keine Schauspielerin und kein Animateur sein. Wer ein paar Dinge weiß, hat im Kostüm sogar richtig Spaß.
Kurz gesagt: Tragen kann jede gesunde erwachsene Person zwischen 1,65 m und 1,90 m. Plant spätestens alle 30 Minuten eine Pause ein, nehmt eine Begleitperson mit, und sprecht im Kostüm möglichst wenig. Den Rest erledigen große Gesten.
1. Die richtige Person auswählen
Das Kostüm passt Erwachsenen mit einer Körpergröße zwischen 1,65 m und 1,90 m. Kinder dürfen es nicht tragen. Die Person sollte gesund sein und keine Probleme mit Wärme oder engen Räumen haben, denn unter dem großen Kopf ist es warm und das Sichtfeld ist kleiner als gewohnt.
Am wichtigsten ist aber die Lust darauf. Jemand, der gern albern ist und keine Scheu vor vielen Kindern hat, macht im Kostüm fast automatisch alles richtig. Fragt deshalb lieber, wer sich freiwillig meldet, als jemanden zu überreden.
2. Leichte Kleidung drunter, feste Schuhe dazu
Unter das Plüschkostüm gehört nur leichte Kleidung, am besten eine kurze Sporthose. Ein frisches T-Shirt zum Drunterziehen liegt bei jeder Lieferung dabei. Bei den Schuhen gilt: bequem, flach und fest. Turnschuhe sind ideal. Die Plüsch-Stulpen werden einfach über die normalen Schuhe gezogen, sodass von der Person im Kostüm nichts mehr zu sehen ist.
Schmuck, Uhren und große Ringe legt ihr vorher ab. Sie können im Plüsch hängen bleiben, und unter den Handschuhen stören sie ohnehin.
3. Zu zweit anziehen, und zwar im Verborgenen
Ein Maskottchen-Kostüm zieht man am besten mit Hilfe an. Erst kommt der Overall, dann die Stulpen über die Schuhe, dann die Handschuhe. Der Kopf kommt ganz zum Schluss. Bei Löwe Leo wird er mit Klettverschlüssen am Overall befestigt, und ein Klettverschluss am Rücken erleichtert das Anziehen. Für einen runden Bauch liegt bei Leo ein einfaches Kissen zum Auspolstern bei.
Zieht euch an einem Ort um, den die Kinder nicht sehen, zum Beispiel in einem Nebenraum oder im Auto. Ein Drache, der halb angezogen über den Hof läuft, verliert sofort seinen Zauber. Aus demselben Grund nehmt ihr den Kopf nie vor Publikum ab.
4. Kurze Auftritte statt Dauereinsatz
Im Kostüm wird es schnell warm, auch an kühleren Tagen. Plant deshalb mehrere kurze Auftritte statt eines langen. Spätestens nach 30 Minuten braucht die Person eine Pause, in der sie den Kopf abnehmen, etwas trinken und durchatmen kann. Bei Hitze dürfen die Auftritte gern noch kürzer sein.
Bei einem längeren Fest wechseln sich am besten zwei Erwachsene ab. So bleibt die Figur den ganzen Nachmittag fröhlich, und niemand kommt an seine Grenzen.
5. Ohne Begleitung geht es nicht
Eine zweite Person sollte das Maskottchen immer begleiten. Sie ist die Stimme, die Augen und der Bodyguard der Figur. Die Begleitung führt durch die Menge, sagt Bescheid, wenn ein Kind von der Seite kommt, übernimmt die Gespräche und macht Fotos. Außerdem passt sie auf, dass niemand am Schwanz zieht oder auf den Kopf klopft.
Vereinbart vorher ein Zeichen für „Ich brauche eine Pause“, zum Beispiel eine Hand auf dem Kopf. Dann kann die Begleitung das Maskottchen freundlich verabschieden, ohne dass es auffällt.
6. Warum Maskottchen nicht sprechen
Sprechen geht im Kostüm grundsätzlich schon. Durch den großen Kopf klingt aber alles sehr gedämpft, und eine ganz normale Erwachsenenstimme passt einfach nicht zu einem Drachen. Viele Kinder merken dann sofort, wer im Kostüm steckt.
Darum gilt die Grundregel aller Maskottchen: Die Figur spielt ohne Worte, das Reden übernimmt die Begleitung. Das wirkt geheimnisvoller und ist für die Person im Kostüm auch viel entspannter.
7. Groß spielen: Gesten, die jeder versteht
Weil das Gesicht des Maskottchens immer gleich aussieht, spielt ihr mit dem ganzen Körper. Und zwar größer, als es sich anfühlt. Ein paar Gesten, die immer funktionieren:
- Winken mit dem ganzen Arm, nicht nur mit der Hand
- Hände vor den Mund für „Oh, wie toll!“
- Hände an den Bauch und wackeln für Lachen
- Kopf schief legen für „Wie bitte?“ oder „Wer bist du denn?“
- Daumen hoch und High Five für alles, was gut gelaufen ist
- Herz mit den Händen zum Abschied
Übt diese Gesten vorher einmal vor dem Spiegel, gern schon mit Kostüm. Ihr seht dann gleich, wie sie von außen wirken.
8. Auf Augenhöhe mit schüchternen Kindern
Nicht jedes Kind freut sich sofort über einen riesigen Drachen. Gerade kleine Kinder brauchen etwas Zeit. Geht deshalb nie schnell auf ein Kind zu, sondern lasst es selbst kommen. Hilfreich ist es, sich etwas kleiner zu machen, in die Hocke zu gehen und vorsichtig zu winken.
Ein Kind weint oder versteckt sich hinter den Eltern? Dann zieht sich das Maskottchen freundlich zurück und versucht es später noch einmal, vielleicht mit einem Button als kleinem Geschenk. Kein Kind sollte gedrängt werden, ein Foto mit der Figur zu machen.
9. Vorsichtig bewegen: weniger Sicht, mehr Platz
Ihr schaut durch ein Netzgitter, bei Dinoli im Maul, bei Leo in den Augen. Von außen erkennt so niemand, wer im Kostüm steckt. Das Sichtfeld ist aber eingeschränkt, besonders nach unten und zur Seite. Kleine Kinder direkt vor euren Füßen seht ihr kaum.
Bewegt euch deshalb langsam, macht kleine Schritte und dreht euch lieber mit dem ganzen Körper als nur mit dem Kopf. Treppen, Kabel auf dem Boden und Hüpfburgen sind tabu oder nur mit Begleitung zu meistern. Und das Kostüm bleibt fern von Zigaretten, Grill und offenem Feuer.
10. Nach dem Auftritt: trocknen lassen
Nach dem Fest ist das Kostüm innen meist feucht. Packt es deshalb nie direkt in den Karton. Hängt es über Nacht auf, zum Beispiel über einen Stuhl oder auf einen Kleiderbügel, und lasst es vollständig trocknen. Feucht verpackt entstehen Stockflecken, die das Kostüm dauerhaft beschädigen.
Die eigentliche Reinigung übernehmen wir, sie ist mit der Reinigungspauschale abgegolten. Am Werktag nach eurem letzten Veranstaltungstag holt ein DHL-Bote den Karton wieder bei euch ab. Wie das genau funktioniert, steht auf der Seite Preise & Ablauf.
Checkliste für den großen Tag
- Person im Kostüm und Ersatzperson stehen fest
- Begleitperson ist eingeteilt, Pausenzeichen ist abgesprochen
- Ruhiger Raum zum Umziehen und für die Pausen ist reserviert
- Wasser und ein Handtuch liegen im Pausenraum bereit
- Leichte Kleidung, frisches T-Shirt und feste Schuhe sind dabei
- Auftritte sind im Programm als kurze Blöcke eingeplant
- Buttons zum Verteilen liegen griffbereit
- Kleiderbügel oder Stuhl zum Trocknen ist für den Abend organisiert
Welches Kostüm passt zu euch?
Beide Figuren lassen sich gut tragen und kosten gleich viel. Drache Dinoli ist der knuddelige Liebling auf Kindergeburtstagen und Kitafesten. Löwe Leo wirkt mit seiner Mähne besonders imposant und kann dank seiner Stulpen auch gut draußen auftreten, er sollte nur nicht richtig nass werden. Was die Miete insgesamt kostet, lest ihr im Ratgeber Was kostet ein Maskottchen-Kostüm?.
Ihr habt eure Person fürs Kostüm schon gefunden? Dann schickt uns Wunschfigur und Termin über das Anfrageformular.


